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Partizipative Projekte aus dem Bereich der Japanologie

History of Austro-Japanese Relations

An overview of the most important events and developments of the Japanese-Austrian relations

1625: First Austrian in Japan: Christoph Carl Fernberger

1869: Friendship, trade and seafaring contract signed in Tokyo by rear admiral Anton Freiherr von Petz on October 18th

1871: Contract is signed by the Austrian emperor and Japanese tennō

1873: Vienna World’s Fair with Japan as one of the exhibitor countries as part of the Iwakura-Mission

1907: Austrian-Hungarian legation promoted to the rank of embassy, Japan dispatches an embassy to Vienna

1914: Diplomatic relations are put to a halt with the start of the First World War

1935: Formation of the Japanese-Austrian Community in Tokyo by Baron Mitsui Takaharu

1953: Resumption of diplomatic relations

1955: Japan is the first country to recognize Austria’s neutrality on November 15th

1957:  New delegations in Tokyo and Vienna get promoted to the rank of embassy

1965: Founding of the Institute of Japanese Studies in Vienna

1999: Austrian Federal President Thomas Klestil visits Japan

2002: Japanese imperial couple visits Japan

2009: 140-year anniversary, state visits of Federal President Heinz Fischer and Prince Akishino and his wife

 

 

Text: Alexander Kuhn

 

 

Geschichte der Japanisch-Österreichischen Beziehungen

Die bedeutendsten Ereignisse und Entwicklungen
der Japanisch-Österreichischen Beziehungen im Überblick.

Work-in-progress: Seite in Arbeit

1625: Erster Österreicher in Japan, Christoph Carl Fernberger

1869: Schließung eines Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag in Tokio durch Konteradmiral Anton Freiherr von Petz am 18. Oktober

1871: Vertrag tritt in Kraft nach der Unterzeichnung von Kaiser und Tenno

1873: In Wien findet die fünfte Weltausstellung statt mit dem Japanischen Kaiserreich als eines der Ausstellerländer im Rahmen der Iwakura-Mission

1907: Österreichisch-Ungarische Gesandtschaft erhält den Rang einer Botschaft, Entsendung einer Botschaft nach Wien von Seiten Japans

1914: Mit dem Ersten Weltkrieg werden die diplomatischen Beziehungen vorerst abgebrochen

1935: Gründung der Japanisch-Österreichischen Gesellschaft in Tokio durch Baron Mitsui Takaharu

1953: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen

1955: Am 15. November erkennt Japan als erster Staat die Neutralität Österreichs an

1957: Neue Gesandtschaften in Tokio und Wien erhalten den Rang einer Botschaft

1965: Errichtung des Instituts für Japanologie in Wien

1999: Besuch des Bundespräsidenten Thomas Klestil in Japan

2002: Besuch des japanischen Kaiserpaares in Wien

2009: 140 jähriges Jubiläum, gegenseitige Staatsbesuche von Bundespräsident Heinz Fischer und Prinzenpaar Akishino


Text: Alexander Kuhn

The Iwakura Mission

Japan discovers the West. The Iwakura mission in Austria-Hungary.

On December 23rd 1871, a high-ranking Japanese delegation embarks on a journey from Yokohama to the USA and Europe. After the country’s opening after approximately 250 years of isolation, Japan wants to become acquainted with “the Western civilization,” gain know-how for the modernization of their own country and achieve a revision of the current unequal trade agreements it was forced to concur with. The Austrian-Hungarian mission arrives in May of 1873.

Japan’s departure into modernism with a grand cast

Education, law, medicine, military, industry and technology – the Japanese delegation is hoping for new insights in these areas, which are supposed to further their country’s modernization and development. For instance, there is no railroad in Japan at the time of the delegation’s departure. All the more exciting, therefore, are the rail connection between San Francisco and New York as well as the mountain railway across the Semmering. Led by the Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary, vice president Tomomi Iwakura, the namesake of this mission, half of the government travels to twelve Western contracting member states. Among this group of 40 people are government officials, scholars, students and the chronicler Kunitake Kume (1839 – 1932). Kume’s extensive travel log is published in 1878. This contingent of people shows the great importance that Japan attributed to this endeavour, notes Japanologist and historian Peter Pantzer, professor emeritus at the University of Bonn.
With this mission, the leadership of the Meiji government was able to get an idea of the effects of modernization. In cooperation with his team, Peter Pantzer translated the passages regarding Germany, Austria and Switzerland from Kume’s travel log.

Text: Judith Brandner

Translation: Leonie Krösslhuber and Adam Gregus

Die Iwakura Mission

Japan entdeckt den Westen. Die Iwakura-Mission in Österreich-Ungarn

Am 23. Dezember 1871 bricht eine hochrangige japanische Delegation von Yokohama in die USA und nach Europa auf. Nach seiner Öffnung aus rund 250-jähriger Isolation will Japan „die westliche Civilisation“ kennenlernen, sich Know-How für die Modernisierung des Landes sichern und eine Revision der ungleichen Handelsverträge erreichen, in die es gezwungen worden ist. Im Mai 1873 trifft die Mission in Österreich-Ungarn ein. Das Urteil über Österreich fällt zwiespältig aus.


AUFBRUCH JAPANS IN DIE MODERNE MIT GROSSER BESETZUNG

Bildungswesen, Rechtswissenschaften, Medizin, Heereswesen, Industrie und Technik…auf diesen Gebieten erhofft sich die japanische Delegation neue Erkenntnisse, die die Modernisierung und Entwicklung ihres Landes voranbringen sollen. Als die Delegation wegfährt, gibt es in Japan z.B. noch keine Eisenbahn. Umso begeisterter ist man von der Bahnverbindung zwischen San Francisco und New York, aber auch von der Bergbahn über den Semmering.
Angeführt vom außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter, Vizeministerpräsident Iwakura Tomomi, nach dem die Mission benannt ist, reist die Hälfte der Regierung zu zwölf westlichen Vertragsstaaten. Mit dabei sind Regierungsbeamte, Gelehrte, Student*innen, und der Chronist Kume Kunitake (1839 – 1932), insgesamt über 40 Personen. Kumes ausführlicher Reisebericht erscheint 1878.

Dieses erstaunliche Aufgebot zeige die große Bedeutung, die Japan dem Unternehmen beimaß, meint der Japanologe und Historiker Peter Pantzer, emeritierter Professor der Universität Bonn. So konnte sich die Führungsspitze

Peter Pantzer, em. Prof. f. Japanologie, Übersetzer des Logbuches von Kume ins Deutsche

wirkt. Peter Pantzer hat die Passagen von Kumes Bericht über Deutschland, Österreich und Schweiz gemeinsam mit einem Team ins Deutsche übersetzt.

Wahrer Bericht über die Rundreise des bevollmächtigten Sonderbotschafters durch Amerika und Europa

Kume Kunitakes Reisebericht erscheint 1878 unter dem Titel特命全権大使米欧回覧実記  tokumei zenken taishi beiō kairan jikki (Wahrer Bericht über die Rundreise des bevollmächtigten Sonderbotschafters durch Amerika und Europa) und ist eine wichtige Quelle für die Forschung über die Beziehungen Japans zu den besuchten Staaten, so auch Österreich. Die einzelnen Länderkapitel beginnen mit allgemeinen, enzyklopädischen Einführungen zu Geografie, Geschichte, Politik, Gesellschaft und Kultur, die zeigen, wie akribisch man sich vorbereitet hat. Erklärte Aufgabe der Mission sei es gewesen, „…auch die noch zögerlichen Zeitgenossen an den Schaltstellen von Behörden und Politik von der unbedingten Notwendigkeit zu überzeugen, dass die Öffnung zum Westen der einzig gangbare Weg für Japans Zukunft wäre“, so Pantzer. Der Chronist Kume Kunitake kommt zum Schluss, dass die großen Länder nicht zu fürchten, und die kleinen nicht gering zu schätzen seien.



Die Regierung ist mehr als eineinhalb Jahre fort von zu Hause

„Unvorstellbar, dass die Hälfte unserer Regierung so lange auf Reisen wäre!“, meint Peter Pantzer: „Man fragt sich, was die andere Hälfte gemacht hat, die in Japan geblieben ist.“ Nun, man hatte einen Vertrag geschlossen, dass man sich gegenseitig auf dem Laufenden hält. Doch in Vor-Telefon und Vor-Internet Zeiten dauerte die Kommunikation lange. Es vergingen jeweils mehrere Wochen, bis eine Antwort da war.

© Peter Pantzer, Das Logbuch des Chronisten Kume Kunitake über den
Besuch der japanischen Sondergesandtschaft in den USA und Europa, 1871 – 1873
Das Logbuch im Antiquariat und ein Übersetzungstraum

Es war im Jahr 1968, als Peter Pantzer als junger Student den fünfbändigen Reisebericht von Kume Kunitake in einem Antiquariat in Tōkyō entdeckte und davon fasziniert war. Schließlich kaufte er die mit Illustrationen über viele Stationen der Reise versehenen Bände um die Hälfte seines monatlichen Stipendiums, und träumte davon, es zu übersetzen. Doch bis zur Realisierung sollten 25 Jahre vergehen. Seine deutsche Übersetzung Die Iwakura-Mission erscheint 2002 im iudicium Verlag München.

Peter Pantzer zeigt Japanologie-Student Alexander Pucher das Logbuch

Prof. em. Peter Pantzer, Japanologe, Historiker, Übersetzer und Hrsg. des Logbuchs über die Iwakura-Mission

Glanzvolle Schönheit der österreichischen Uniformen

Österreich-Ungarn ist die vorletzte Station der langen Reise. Da hat die japanische Delegation in den USA, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland und Skandinavien schon alles gesehen, was sie sehen wollte. Am meisten beeindruckt hat sie die Industrialisierung in den USA und Großbritannien. In Österreich hinterlassen vor allem die Semmeringbahn, das Heeresgeschichtliche Museum und die schicken Uniformen den größten Eindruck bei der japanischen Delegation.


Prof. em. Peter Pantzer, Japanologe, Historiker, Übersetzer und Hrsg. des Logbuchs über die Iwakura-Mission

Über die glanzvolle Schönheit der Uniformen („die prächtigsten in ganz Europa“ ) und die vorzüglich strukturierte Erzeugung von Heeresbekleidung für die k.u.k. Armee vergißt der japanische Chronist nicht, die dezidierte Feststellung zu treffen, daß die militärischen Anstrengungen zu wünschen übrig ließen, und zwar in einem „für ein zivilisiertes Land schandbaren Ausmaß“. (Kap.80, S.393) Pantzer: Die Iwakura-Mission, Einführung, Seite XXII



Zwiespältiges Urteil über Österreich

In Wien wohnen die Gesandten im Hotel Austria, das ihnen von der österreichischen Regierung zur Verfügung gestellt wird. Anmerkung Kume: Für Küche und Keller hatte die Delegation selbst zu sorgen. Es gibt ein durchaus ambitioniertes Programm zu Ehren der Gäste: Die Gesandtschaft nimmt an der Truppenrevue auf dem Exerzierplatz auf der Schmelz teil, die der Kaiser anläss- 

lich der Wiener Weltausstellung abhalten lässt; besucht die Weltausstellung, Kasernen, Produktionsstätten und die Schatzkammer in der Hofburg; Dokumente geben Auskunft über eine Einladung zur Tafel in Schönbrunn bei Seiner Majestät dem Kaiser, inclusive Musikprogramm, wie es im Text heißt, oder den Empfang durch Außenminister Julius Graf Andrássy. Und trotzdem hat Wien bei der Delegation offenbar keinen großen Eindruck hinterlassen.

Das Urteil, das Kume über Österreich fällt, ist ein sehr zwiespältiges. Vielleicht um Ausgewogenheit bemüht, wird beim Vergleich mit dem Deutschen Reich der Vorrang Österreichs in kulturellen Dingen unterstrichen. Es wird von einem wärmeren Wesen gesprochen, von einem Schönheitssinn, der in vielerlei Bereichen so in Berlin nicht anzutreffen gewesen wäre, von den Leistungen der Wissenschaft, namentlich im Ingenieurswesen und der Medizin; dann aber werden unmissverständliche Zensuren ausgeteilt, die über Österreich ein hartes Urteil fällen. (Pantzer: Die Iwakura-Mission, Einführung, Seiten XXI-XXIII)



Was missfällt der japanischen Delegation?

Zwar verfügt das Volk nur über beschränkten Elan und Erfindungsreichtum, doch wendet es sich gerne Neuerungen zu, bemerkt Chronist Kume Kunitake über die Österreicher. An mehreren Stellen in seinem Bericht gibt es Notizen zur Multikulturalität Österreich-Ungarns, die Kume als einen Nachteil für Österreich sieht: Daraus folgert die immense Schwierigkeit, in den einzelnen Ländern politisch einheitliche Ziele umzusetzen. Dem Land fehle ein einheitliches Gepräge, und die Tatsache, dass im Vielvölkerstaat in der Schule mehrere Sprachen verwendet werden müssen, sei für den Fortschritt hinderlich.



Nüchterne Bestandsaufnahme: Bericht der Iwakura-Mission spiegelt Interessen des Meiji-Staates wider

Mit dem Bericht der Iwakura-Mission liege eine sehr nüchterne Bestandsaufnahme dessen vor, was für den japanischen Staat und seine Politik zu Beginn der Meiji-Zeit gewesen sei, meint die Japanologin Ina Hein vom Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien. In ihrem Aufsatz „Von Lerneifer, Hassliebe und Desinteresse“ (Bachleitner, Ivanovic (Hg.): Nach Wien!/Wechselwirkungen Band 17/Seiten 118-124), kommt sie zum Fazit:

….Dass die Aufzeichnungen Kume Kunitakes über den Aufenthalt der Iwakura-Mission in Wien ganz klar die politischen Interessen der Meiji-Regierung widerspiegeln — sie sagen damit nicht so viel über das Wien der damaligen Zeit aus, sondern eher etwas über das sich gerade modernisierende Japan.

Stets im Hintergrund präsent sei die Frage nach der Fortschrittlichkeit bzw. dem Entwicklungsstand des bereisten Landes und somit nach der Verwertbarkeit für Japan, so Ina Hein.

Text: Judith Brandner
Mitarbeit: Alexander Pucher

The Image of Japan in Austrian Popular Music

 

No Edelweiss on Fujiyama

Geisha, cherry blossoms, sukiyaki, Fujiyama, Tōkyō, Yokohama, Nagasaki…those are only some of numerous stereotypes to be associated with Japan in the West, and which were used in popular music since the end of the 18th century. In Austria, Japan drew much attention with its presentation at the 1873 World Exposition in Vienna. Japonism found its place within the fine arts through Japanese motifs and styles. In the world of music, Japan was hyped through operas and operettas. Because of their popularity, Japanologist Sepp Linhart subsumes them under ‘popular music’. Emeritus Professor and Head of the Institute of Japanese Studies, Sepp Linhart, researched about Japan’s image in western popular music.

Due to the enormous success of operettas and operas such as ‘The Mikado’, ‘The Geisha’ or ‘Madama Butterfly’ (the most-performed opera worldwide) even more “Japan operettas” were created and “Japan songs” were written, having become very popular in the 1920s. They shaped our image of Japan. The 1920s and early 1930s were the heyday of Japanese popular songs, many of them composed by Austrians until the political situation terminated the production.  After 1945, Germany and Austria avoided Japan because of their alliance with Japan during World War II. This had impact on music production – as a topic, Japan did not exist at all. It was not until just before the 1960s that hits about Japan started appearing – utilizing old clichés and stereotypes. As Japan grew economically, her image in popular songs changed. In the 1980s, hit songs describe Japan as a “model” and as “Nr. 1”. There is even a reversion of the ‘Madama Butterfly-motif’ when western women sentimentally sing about Japanese men who deserted them… Sepp Linhart interprets this as a shift in paradigm.

 

Text: Judith Brandner

 

Ongaku no Miyako

Vienna as a romantic place of desire and longing for young Japanese

 

If one is a more or less regular visitor of classical concerts and operas in Vienna, they have surely caught one’s eye: Japanese tourists, who make out a significant amount of the audience. Vienna is being marketed in Japan as the “Ongaku no Miyako” – the capital of music. It is, of course, no wonder that Viennese clichés are at the center of the marketing strategy; that’s simply how most of tourist marketing is being done. Vienna’s image of the world’s music capital is visible, if one looks at the city’s music academies. There, a high number of mainly female Japanese students is enrolled. For some of those schools, the admission of Japanese students has become such a big economic factor that even Japanese translators are being employed in order to secure smooth education.

Gregor Wakounig has interviewed Japanese students of different ages who came to study music in the “Ongaku no Miyako”. How much of the romanticized clichés of the music capital come true after settling in Vienna? How do Ottakring and Favoriten fit into this romantic image? And is it really music that’s in the centre of their lives after having lived in Vienna for a few years?

How Kyūdō Came to Vienna

Hitting the bull’s eye: About Japanese Archery in Vienna 

For more than a few years, there has been a wonderful way to get in touch with Japanese culture and practicing it in Vienna: kyūdō. One can translate kyūdō with “the way of the bow” and it describes shooting an arrow with a bow, two meters in length, at a black and white target called mato. The target is positioned 28 meters in front of the archer. Traditionally, the bow was made out of bamboo, today fiberglass or carbon is used as well.

In old Japan, archery was not only a tool for wartime but was also used during ceremonies at the imperial court. Therefore, many schools and shooting techniques can be found throughout the past centuries and so it is no wonder that even today different styles of kyūdō can be found in Japan. Although they differ in form, Japanese archery describes the art which embodies the spirit of budō. Budō can be translated as “martial arts” and is connected with the term bushidō, the “way of the warrior.” The main point in drawing the bow is therefore to train one’s body and mind continuously. This is much more important than actually hitting the target. The person’s own focus, to train “yourself” is what makes kyūdō “the way of the bow.”

Yuse Ayako is drawing the bow. ©Photo: Kobayashi Norio.

Today, in Austria kyūdō is not only practiced in Vienna but also in cities like Graz, Linz or Salzburg. What is more, there is an active exchange with professors of Japanese universities which already started in the eighties. Every year there are seminars in Austria, where Japanese teachers train with European archers, meanwhile Japanese students have the opportunity to visit Vienna during a field trip. Thus, over time the friendship between Japan and Austria deepened over the practice of archery, and even today the relationship between both countries is a very active one in regard to kyūdō.

But how did Japanese archery find its way to Austria in the first place? By asking this question, Elena Koblizek is going to give more insight into the Austrian kyūdō history and its situation today.

 

Text: Elena Koblizek

Translation: Adam Greguš, Leonie Krösslhuber

Floridsdorf and Katsushika

A friendship built for the ages:
A report on efforts and achievements from the cultural exchange which has bonded the districts of
Floridsdorf and Katsushika
for over three decades now

The wonderful tradition of the so-called ‘partner cities’ links together a myriad of cities, towns, and districts of a great variety of countries; however, it is often the case that their representatives never actually meet in person and therefore remain partners only on paper. Still, there are exceptions to this trend. One such example of a rather active cultural and personal exchange is the partnership between Floridsdorf, the 21st district of Vienna, and the Katsushika district in Tōkyō, Japan. Led by the districts’ heads, Georg Papai from Austria and Katsunori Aoki from Japan, the delegations travel to their respective partner’s country relatively often, given the immense distance between them, in order to visit their districts. During their short trips, they try to learn as much as possible from their partner in terms of culture as well as administration and work in the district.

But how did it come to this fruitful, yet unlikely friendship? Legend has it, the former mayor of Vienna, Helmut Zilk, has had a major role to play in the forging of their strong bond. One of his many business trips led him to Japan, where he stumbled over a Tora-san film in the in-flight entertainment system. This film series’ iconic protagonist is a man, who lives in the Katsushika district in Tōkyō and is frequently plagued by the desire to flee his boring life. And so, he loves to travel around Japan, and promptly falls in love with a beautiful local woman who doesn’t ever feel the same. Finally, however, he gets so homesick every single time that he is glad to come home again. Upon seeing that film, an interesting idea pops into Zilk’s head. The Viennese mayor immediately sees parallels between Tora-san’s home district and the district of Floridsdorf back home, for example that both are situated on the outskirts of the city, dotted with huge green spaces, and are traversed by a wide river.

As soon as the former mayor returns back home, Zilk suggests a partnership between the two districts. On November 2, 1987, a treaty of friendship is signed, which proclaims that the partners want to learn from each other in order to “improve the friendly relationship between Austria and Japan, and to sustain world peace.” Two years later, Tora-san travels to Austria and explores Vienna in the 41st episode “Tora-san Goes To Vienna.” It can hardly be considered coincidence that this is also the first time that he travels to a place outside of Japan. To this day, Tora-san stays in our minds as an important linking element in the friendship between the two districts.

The delegation in the Tora-san Park: Sascha Göbel, Yūko Akiba, Aoki Katsunori (mayor of Katsushika), Ilse Fitzbauer (vice mayor of Floridsdorf), Tsutsui Takahisa, Tsuchiya Toshiaki, Noriko Weiß © Olivia Weiß

The fact that the partners still have such a good relationship with each other after more than 30 years is undoubtedly due to the regular personal contact as well as the constant efforts of both sides to keep in touch. And so, the delegation from Katsushika returned to Vienna from the 7th to the 11th of November 2018 in order to visit their friends in Floridsdorf again.

Olivia Weiß reports directly from this eventful visit.

Text: Olivia Weiß

Translation: Adam Greguš, Leonie Krösslhuber

Robert Jungk and Hiroshima

Warning from the Ashes

A Japanese-Austrian correspondence through which the heart of Hiroshima lives on.

6th August 1945 – in an instant, a lively commercial city was transformed into a nuclear desert. What exactly had happened? What was to come?

The Austrian journalist Robert Jungk felt an urgent need to document the voices of the survivors of the atomic bomb on Hiroshima so as to leave an eternal warning for coming generations. On his first visit to Hiroshima in 1957, he saw people busily engaged in reviving the city and striving to re-establish their lives despite great grief, uncertainty and fear of the afftereffects, which were still unclear at the time.

A Japanese interpreter named Ogura Kaoru supported him not only during his visit, but also afterwards through painstaking research, in which he documented the social circumstances of the time, reporting them to Jungk in 213 letters.

This close collaboration and the resulting deep friendship between two people from Austria and Japan pursuing the same goal, produced the book Children of the Ashes. It should always remind us of the enormous importance of peace and the work towards it.

 

Text: Yoshie Kagawa

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